GESANGSTECHNISCHE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN KLASSISCHEM GESANG UND POP

  1. Einführung
  2. Grundkomponenten der Gesangstechnik
  3. Bernoulli-Effekt
  4. Registermischung/-ausgleich
  5. Allgemeines zum klassichen Gesang
  6. Gesangstechnische Unterschiede zwischen klassischem Gesang und Pop
  7. Singen und Sprechen

Der Unterschied zu dem Klangideal in der POPMUSIK und im JAZZ  im Vergleich zum KLASSISCHEN GESANG  ist erheblich, nicht nur stilistisch.   Wegen der Benutzung des Mikrophons muss keine grosse Lautstärke oder Tragfähigkeit erzeugt werden.  Der Resonanzraum muss NICHT maximal geöffnet werden.  Klassische Sänger öffnen die Kehle möglichst weit. Vergleichbar dabei ist etwa das Gefühl wie kurz vor dem Gähnen oder auch Staunen. Es ist somit beim Popsänger keine grosse Öffnung des Kehlraumes, des Kiefers, des gesamten Vokaltrakts nötig.  Und:  bevorzugt man beim klassischen Gesang die sog. Längsspannungovale Mundform, runder Klang – singt man in der Popmusik bewusst mit der Breitspannung wie in der Alltagssprache.  Die Vokale werden nicht  zur Höhe hin verändert.  Es dominiert  – wie in der Sprache – die Bruststimme.

Demnach überwiegt in der KLASSIK  die VERTIKALE  Einstellung (Öffnung), also die LÄNGSSPANNUNG  und in der POPMUSIK, ROCKMUSIK im CHANSON und im BLUES die HORIZONTALE Einstellung, die BREITSPANNUNG.